Facebook-Konferenz F8 2018: Die Neuerungen im Überblick

 

skoopr Blog   •  04. Mai 2018

Am 1. und 2.Mai 2018 fand die diesjährige Entwicklerkonferenz F8 von Facebook in San Jose statt. Dort stellen Mark Zuckerberg und seine Mitarbeiter jährlich neue Produkte und Dienstleitungen vor. Was für Veränderungen stehen uns bevor? Wir zeigen euch die größten Features im Überblick, die Facebook präsentiert hat.

1. Dating Profile

Auch Facebook möchte sich das Flirt-Geschäft nicht entgehen lassen. Um neue Leute außerhalb des eigenen Freundeskreis kennenzulernen, können Nutzer ein separates Dating-Profil erstellen. Das Profil ist nicht sichtbar für eigene Freunde und diese können auch nicht einsehen, welche Information geteilt wurde oder wer überhaupt solch ein Dating-Profil erstellt hat. Der Datenschutz soll dementsprechend besonders im Vordergrund stehen.
Anhand eingetragener Interessen, schlägt Facebook fremde Leute in der näheren Umgebung mit gleichen Interessen vor. Falls ein Match zustande kommt, können in einer separaten Inbox anschließend Text-Nachrichten ausgetauscht werden. Da sich schon viele Paare auf Facebook gefunden haben, scheint dies der nächste logische Schritt zu sein, um Tinder vom Thron zu stoßen.

2. VR-Brille zum kleinen Preis

Eine wahre Kampfansage ist die neue kabellose Standalone-VR Brille von Oculus inklusive Controller. Für nur $199 bzw. ab €219 kann die Oculus Go ab sofort im Handel und auch Online erworben werden. Ein Anschluss an einen Computer oder Laptop ist nicht mehr nötig. Anders als bei der Samsung Gear, muss hier auch kein Smartphone in das Headset geschoben werden. Über die Oculus-Smartphone-App können Nutzer Apps, Spiele und Videoinhalte steuern und abspielen. Oculus Go soll dazu beitragen, VR endlich massentauglich zu machen. Da Facebook vermehrt auf 3D Fotos und 3D Inhalte setzt, können Unternehmen mit VR gezielt einen innovativen Nischenmarkt ansteuern.

3. Facebook Messenger, Instagram und Whatsapp

Die drei Messenger-Dienste werden einheitlicher und bekommen neue Funktionen spendiert. Ähnlich wie bei Snapchat, können große Gruppen via Videochat bald miteinander kommunizieren.
Der Messenger soll außerdem wieder vereinfacht werden, da er momentan zu überladen wirkt für Nutzer. Eine weitere großartige Neuerung ist die automatische Übersetzung von anderssprachigen Mitteilungen. Dadurch möchte Facebook Sprachbarrieren abbauen und die Welt „kleiner“ machen bzw. einfacher „vereinen“.

Whatsapp Status Updates (ähnlich wie Instagram Stories) werden mittlerweile von täglich 450 Millionen Nutzern verwendet und die App hat dementsprechend Snapchat überholt, das von „nur“ noch 191 Millionen Nutzern täglich benutzt wird.
Auch Sticker wurden angekündigt, um die Kommunikation innerhalb von Whatsapp flüssiger und interaktiver zu gestalten. Bald können auch externe Partner und Unternehmen solche Sticker erstellen und Usern zur Verfügung stellen.

Der nächste große Schritt für Whatsapp ist das Thema Monetarisierung: Nicht nur Werbung kann bald direkt innerhalb der App platziert werden, auch soll die App vor allem im Bereich Customer Support für Unternehmen interessanter gestaltet werden.

Bei Instagram und Messenger steht ebenso Augmented Reality weiterhin stark im Fokus. Nun können ebenfalls Unternehmen eigene Filter und AR-Kamera-Inhalte anbieten, um so Kunden zum Interagieren mit einem bestimmten Produkt oder der eigenen Marke zu bewegen. Asus, Kia, Nike und Sephora werden zum Start über die Messenger-Kamera solche Filter bzw. Effekte und Produktvisualisierungen anbieten.

4. Facebook Gruppen

Weiter stark im Fokus von Facebook sind die Gruppen innerhalb des sozialen Netzwerkes. Zukünftig wird es einen neuen Gruppen-Reiter im Hauptmenü geben, der alle Gruppen übersichtlich auflistet.

Neue Tools sollen die Verwaltung der Mitglieder und Beiträge erleichtern. Auch wird die Interaktivität innerhalb der Gruppen gefördert: Ähnlich wie bei dem Live-Streaming-Netzwerk Twitch, können Gruppenmitglieder ein Live-Video eines anderen Mitglieds zusammen anschauen und kommentieren.

Gruppen sind besonders für Unternehmen sehr interessant, da sie dort in direktem Kontakt mit den Nutzern treten können und dazu eine höhere Interaktionsrate aufweisen, als bei herkömmlichen Facebook Seiten.

Über den Autor: Philipp Burkhardt
Philipp Burkhardt ist bei skoopr als Online-Marketing-Manager tätig. Nach seinem Bachelor-Abschluss im Studiengang Medien- und Kommunikationsmanagement absolviert er aktuell seinen Master in Innovation und Entrepeneurship. Außerdem hat er bereits in verschiedenen Agenturen Erfahrungen im Bereich Social Media-Management sammeln können.

By |2018-09-19T12:32:51+00:00Mai 5th, 2018|